Uri und die weite Welt
Tag der offenen Tür im Staatsarchiv Uri
Sonntag, 23. November 2025
10:30-15 Uhr
Programm
10:30-11:45 Uhr
Referat «Der Gotthard-Maler Hans Beat Wieland und der Cococello-Club in München um 1900»,
mit Thilo Hirsch und Sandra Walser.
12-13 Uhr
Führung durch das Staatsarchiv
13:30-14:30 Uhr
Führung durch das Staatsarchiv
Kaffee und Kuchen im Lesecafé
Ausstellungen
- Historische Gästebücher vom Rütli
- Henry Haller (1923-2020) aus Altdorf, der geschätzte Koch der US-Präsidenten
- Das Regimentbuch von Karl Alfons Bessler (1671-1742)
- Reisepässe im Lauf der Zeit
- Film Altdorf und Schattdorf 1920. Der auswärtige Blick auf Uri
- Die weite Welt in der Fotosammlung des Staatsarchivs
- Der Physiker Jules Traugott Muheim (1934-1997)
Der Gotthard-Maler Hans Beat Wieland im Cococello-Club 1900 in München
Der dokumentarische Nachlass des Schweizer Malers Hans Beat Wieland (1867-1945) befindet sich im Staatsarchiv Uri. Unterstützt vom Lotteriefonds Uri und von der Dättwyler Stiftung erforschte der Musiker und Musikwissenschaftler Thilo Hirsch die musikalischen Aktivitäten Wielands im sog. Cococello-Club um 1900 in München. Im Rahmen des Tags der offenen Tür im Staatsarchiv Uri präsentiert er zusammen mit der Wieland-Expertin Sandra Walser die ersten Ergebnisse seiner Forschungen - unterstützt von Bildmaterial und Musikbeispielen.
Thilo Hirsch studierte an der Schola Cantorum Basel (SCB) Viola da gamba und Gesang sowie Musikwissenschaft/Musikethnologie an der Universität Bern. Konzertreisen mit internationalen Ensembles führten ihn durch ganz Europa, nach Nordafrika, Nord- und Südamerika und nach Japan. Seit 1991 ist er künstlerischer Leiter des ensemble arcimboldo, mit dem er schon an zahlreichen Festivals aufgetreten ist und diverse CDs aufgenommen hat. Zwischen 2007 und 2015 war er Co-Projektleiter mehrerer SNF- und SBFI-Forschungsprojekte an der SCB, die neben der Erforschung auch die Rekonstruktion der jeweiligen Instrumente beinhalteten. Die ‹klingenden› Resultate dieser Projekte wurden mit Konzerten und CDs des ensemble arcimboldo dokumentiert. Von 2019 bis 2023 war er Projektleiter eines SNF-Forschungsprojekts an der Hochschule der Künste Bern zum Thema «Rabab & Rebec: Erforschung von fellbespannten Streichinstrumenten des späten Mittelalters und der frühen Renaissance und deren Rekonstruktion» über welches er auch seine Dissertation an der Universität Bern schreibt.
Sandra Walser studierte Geschichte an der Universität Zürich. Sie ist als Polarguide, Fotografin, Referentin und Autorin tätig. Sie erschloss den dokumentarischen Nachlass Hans Beat Wielands im Staatsarchiv Uri. 2019 veröffentlichte sie bei NZZ Libro das Buch «Auf Nordlandfahrt – 1896 von Hamburg nach Spitzbergen», in dem sie die aussergewöhnliche Reise Wielands in die hohe Arktis nachzeichnet.
Bildungs- und Kulturdirektion
Amt für Staatsarchiv
