Staatsarchiv Uri
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Übersicht
Übergabe von Privatarchiven






Leitfaden für die Abgabe von Privatarchiven

Allgemeines

Privatarchive gibt es im Staatsarchiv zwar nicht unzählige, aber zurzeit immerhin rund 560.

Einige Beispiele:
      

> Heinrich Danioth;
> Familienarchiv Tresch, Stern & Post, Amsteg;
> Alt-Ständeratspräsident Ludwig Danioth;
> Schneiderei Nell;
> Feldmusik Altdorf;
> SAC-Sektion Gotthard.

Diese Privatarchive beinhalten Vorträge, Berichte, Briefe, Forschungsarbeiten, Protokoll- und Rechnungsbücher, jedoch auch Fotos, Dias, Filme, Videos, Kunstwerke sowie Gegenstände. Trotzdem gibt es in Uri wohl noch Vieles, für das es sich lohnen würde, hierfür ein Privatarchiv im Staatsarchiv Uri einzurichten. Wenn Sie glauben, für die Nachwelt interessante oder wichtige Papiere sowie andere Dokumente zu besitzen und diese an einem sicheren und von ausgewiesenen Fachleuten betreuten Ort wissen möchten, dann wenden Sie sich bitte an das Staatsarchiv Uri. Wir nehmen uns gerne die Zeit, Sie fachkundig und im Interesse des kulturellen Erbes des Kantons Uri zu beraten. Grundsätzliches Die Privatarchive umfassen grundsätzlich Archivgut, das nicht innerhalb der kantonalen Verwaltung oder bei öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Anstalten entstanden ist. Die dauerhafte Aufbewahrung dieser Unterlagen gehört zwar nicht zu den primären Aufgaben des Staatsarchivs, doch ergänzen sie das staatliche Aktengut um wesentliche Facetten und tragen so zu einer vielfältigeren und auch wirklichkeitsnäheren historischen Überlieferung des Kantons bei.

Die Privatarchive im Staatsarchiv Uri umfassen Archive von Einzelpersonen, Familien- und Vereinsarchive, Firmenarchive, kirchliche Archive und so weiter.

Auswahlkriterien

Auswahlkriterien sind:
   

> Unterlagen von Einzelpersonen und Familien, die deren wirtschaftliche, künstlerische und gesellschaftliche Tätigkeit dokumentieren;
> Dokumentationen und Sammlungen von Unterlagen, die zu Uri einen Bezug haben;
> Firmenarchive
> Vereinsarchive
 
> Wichtige Vereinsunterlagen wie Protokolle, Jahres- und Kassaberichte usw.;
> Objekte (eigene und fremde urnerischer Herkunft) zu eigenen Vereinsanlässen (z. B. Jubiläen, Fahnenweihen usw.) oder zu kantonalen Anlässen (z.B. Kantonale Musiktage);
> Objekte von anderen Urner Vereinen (z.B. Gastgebergeschenke als Erinnerungs-Stück und/oder als Dank für die Teilnahme an einem Anlass) soweit diese über den betref-fenden Verein etwas aussagen (z.B. Abbildung der Vereinsfahne etc.).
     

 Grundsätzlich gilt für die Unterlagen:
      
> Es muss ein echter Urner Bezug vorhanden sein.
> Ein Objekt wird nur einmal aufgenommen.

Erscheint ein Objekt bei einer späteren Übergabe von anderer Seite wieder, wird das schönere Exemplar aufbewahrt.

Vertragliche Grundlagen

Grundlage von jeder Übergabe ist eine individuelle vertragliche Lösung – in der Regel in der Form eines Schenkungsvertrages.

Übergaben

Übergaben sind vorgängig mit dem Personal des Staatsarchivs zu besprechen. Jede Übergabe muss von einem Verzeichnis begleitet sein. Bei der Erstellung des Übergabeverzeichnisses ist Ihnen das Staatsarchiv behilflich.

Bezüglich des Übergabeverzeichnisses sind folgende Punkte zu beachten:
     
> Titel: Name des Privatarchivs; zeitlicher Gesamtumfang in zwei Jahreszahlen
> Es müssen alle Positionen der Übergabe summarisch aufgelistet sein.

Die einzelnen Positionen (Verpackungseinheiten wie Ordner, Schachteln, Dossiers) sind zu nummerieren. In einer speziellen Kolonne sind die beiden Jahreszahlen (Extremdaten) aufzulisten, die den Akteninhalt zeitlich umfassen. Sind diese nicht bekannt, genügt eine approximative Angabe (ca. 1950 - 1960).
   

> Die Positionsnummer ist auf der Verpackungseinheit gut sichtbar anzubringen. Bei Verpackungseinheiten, die wertvoll oder Bestandteil der Akten sind, ist ein Zettel mit der entsprechenden Positionsnummer zu stecken.
> Auf dem Übergabeverzeichnis können auch pro Position Informationen oder Bemerkungen zum Inhalt angebracht werden (z.B. fehlende Akten, spezielles Material wie Bilder usw.).
> Das Übergabeverzeichnis ist mit dem Übergabeort und -datum sowie der Unterschrift der abliefernden Person zu unterzeichnen.
> Wird das Übergabeverzeichnis digital erstellt, möchten wir Sie bitten, uns dieses auf digitalem Datenträger abzuliefern oder uns zu mailen: staatsarchiv@ur.ch


Beispiel eines Übergabeverzeichnisses:
     

 

Benützung des Archivguts

Die Privatarchiv-Bestände sind grundsätzlich nur nach vorheriger Kontaktnahme mit dem wissenschaftlichen Archivpersonal im Rahmen der Benutzungsordnung zugänglich, damit die Einhaltung der mit den Überlassern eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen (z.B. Schutzfristen) gewährleistet ist.

Weitere Informationen

Wir erteilen Ihnen gerne mehr Informationen. Wir freuen uns, wenn Sie Ihre wertvollen Materialien dem Staatsarchiv Uri anvertrauen.
      

Copyright: Staatsarchiv Uri, Altdorf / Letzte Aktualisierung: 21.3.2012

 

Abgabe von Privatarchiven

Möchten Sie ein
- Privatarchiv
- Firmenarchiv
- Vereinsarchiv
ans Staatsarchiv abliefern?

In dem Flyer finden Sie die wichtigsten Informationen!

> Flyer (pdf)